tai chi.
herrlich.
eine art asiatische gymnastik, auch für den geist.
die meisten wissen wovon ich rede.
eine art kung fu in slow motion.
es gibt viele varianten.
nur körper, mit schwert, mit fächer, mit wasweissichnochalles.
es gibt zwei möglichkeiten tai chi zu praktizieren.
nr.1:
ein ruhiger ort, nahezu ohne zivilisationgeräusche.
park (eintritt bezahlen), wald, tiefgarage.
eine einzelne person, geschult von einem tai chi meister.
die bewegungen sind fliessend.
nicht unbedingt langsam, eher sehr ruhig fliessend.
ohne anfang, ohne ende, ein fliessen.
es strahlt eine ruhe aus.
diese ruhe überträgt sich auf den betrachter, mich.
tai chi kann auch für den betrachter sehr gesund sein.
stressabbau.
ich könnte stundenlang zusehen.
die umgebung verschwindet.
die tai chi praktizierende person transformiert zur reinen bewegung.
versinken.
bewertung: ubercooooooooooool!
nr.2:
rückblende:
der erste tag in meiner neuen heimat.
morgens höre ich musik im hof.
ein blick nach draussen.
ich sehe eine gruppe von menschen mit schwertern auf dem hof.
sie bewegen sich zur musik.
die bewegungen scheinen flüssig.
wow!
ich muss nicht mehr ins kino.
martial arts gratis vor dem fenster.
zurück:
ein beliebiger ort der genug platz für eine ansammlung von tai chi jüngern bietet.
10-40 personen.
park (umsonst), vor der haustür im hof, parkplatz.
tai chi wird hier fast ausschliesslich von älteren personen praktiziert.
ein lehrer hilft die richtigen bewegungen, abläufe zu verstehen.
die bewegungen sind unsicher.
die abläufe chaotisch.
das ganze hat den charakter von gymnastik, weniger tai chi.
das ist gesund und nicht zu verurteilen.
aber
dazu läuft musik.
ein ghettoblaster mit lautstärkeregler auf rechts.
es ertönt (nicht erklingt) musik, gespielt auf traditionellen asiatischen instrumenten.
ausser der lautstärke, ok.
aber
nicht jeden morgen um 7 uhr, bitte!
nicht die gleiche musik, jeden morgen um 7 uhr, bitte!
meine begeisterung hat ihre grenzen.
ist das tai chi oder was?
deren entspannung, mein stress!
macht das bitte nicht so früh.
ihr seid alles rentner die nicht zur arbeit müssen.
ihr habt den ganzen tag zeit.
wechselt das tonband.
es geht nicht um die musik, sondern um die bewegung.
braucht ihr trotzdem die musik, macht sie leiser.
ich wohne zum hof.
der hof ist von allen vier seiten flankiert von hochhäusern, 26 stochwerke.
das ist wie ein schalltrichter.
argh!!!!
bewertung: uncool, geht mir voll auf den sack!
besonderheiten, kulturbedingt, werden alltag.
interessant kippt nach nervig.
aber
es gibt noch die variante nr.1!